Zu Beginn seines Berichts richtete Schmittdiel dem TTC Anzefahr die herzlichsten Glückwünsche zum Erreichen des Weltrekords im Dauertischtennisspielen aus. Der Verein stellte mit enormen Engagement mit 211 Stunden und 40 Minuten einen fantastischen neuen Weltrekord auf. „Dies ist eine traumhafte Werbung für unseren Sport! Herzlichen Glückwunsch an den gesamten Verein und stellvertretend an die beiden Organisatoren Oliver Groß und Patrick Pfeffer.“ Zudem gratulierte Schmittdiel, der noch zwei Jahre seiner letzten Amtszeit vor sich hat, dem TTC Dautphetal zum 50. Vereinsjubiläum. Für Ende des Jahres verkündete der Stadtallendorfer ein ganz besonderes Bonbon für alle Tischtennis-Fans. Der TTV Stadtallendorf richtet am 20. Dezember das Bundesligaspiel Borussia Düsseldorf gegen TTF Ochsenhausen aus. Düsseldorf wird zu diesem Highlight mit seinem Neuzugang und Olympiasieger Fan Zhendong anreisen. Wegen der zu erwartenden hohen Zuschauerzahl von bis zu 2.500 Fans ist der konkrete Austragungsort noch nicht festgelegt. Im Gespräch ist die Georg-Gassmann-Halle in Marburg oder auch die Hessenhalle in Alsfeld. Traurig für den Kreis sind dagegen die Abstiege der beiden ersten Mannschaften der Stadtallendorfer aus der Regional- und Hessenliga. Schmittdiel erklärte, dass sich die Mitgliederversammlung des TTV dagegen ausgesprochen hat, zukünftig hochklassig zu spielen. Daher zog der Verein die erste Mannschaft bis zur Bezirksliga zurück.
Herausragendes Ergebnis im Einzelbereich waren die Silber- und Bronzemedaillen von Tina Acker und Verena Hartmann bei den Deutschen Meisterschaften der Seniorinnen in Erfurt sowie der Deutsche Vizemeistertitel der Seniorinnen mit der Mannschaft. Zudem gewannen Gerd Freiling und Noah Laabs (beide TTV Stadtallendorf) zwei Vizetitel sowie Andreas Bernhardt (TTC Dautphetal) die Bronzemedaille bei den Deutschen Para-Meisterschaften. Im Nachwuchsbereich konnte die Jugend 19-Mannschaft des TTV Stadtallendorf den Bezirkspokal gewinnen. Das gleiche Kunststück gelang dem TTC Dautphetal IV in der 3. Kreisklasse. Beide Teams schieden im Halbfinale des Hessenpokals aus.
Schmittdiel appellierte nochmal an die Vereine ihre Jugendarbeit zu intensivieren. Wohlweislich, dass diese mit engagierten Funktionären und besonders Trainern in den Vereinen steht und fällt. In eigener Sache bat der 72-Jährige die Vereinsvertreter sich für die Zukunft des Kreiswart-Postens Gedanken zu machen.
Ein großer Diskussionspunkt war das immer teurer werdende Kreis-Leistungszentrum (KLZ), das Samstags in Niederweimar stattfindet. Der finanzielle Aufwand sei laut dem Beauftragten Finanzen Michael Till nicht mehr allein aus Mitteln des Kreises zu finanzieren. Daher werde der Kreisvorstand zur kommenden Saison die ursprüngliche und derzeit ausgesetzte Regelung wieder aufleben lassen und die Vereine mit einer Kostenbeteiligung von 100 € pro Halbjahr pro Teilnehmer in Anspruch nehmen. „Die Vereine haben dann die Möglichkeit sich die Kosten für dieses hochqualifizierte Zusatztraining von den Eltern der Spielerinnen und Spielern erstatten zu lassen. Dies sei in anderen Kreisen ebenfalls üblich“, so Till. Ein an der Versammlung ins Gespräch gebrachtes Solidarsystem, in dem alle Vereine einen Beitrag für den Erhalt des KLZ zusteuern sollten, wurde in der Vergangenheit bereits mehrheitlich abgelehnt. Des Weiteren wurde mehrheitlich beschlossen, die seit Jahrzehnten nicht angepasste Kreisumlage von derzeit 8 € pro Verein auf 50 € pro Verein anzuheben.
Nach den Ehrungen der Meistermannschaften und Pokalsieger im Kreis sowie der ersten drei Platzierten auf Bezirksebene durch Sportwart Philipp Becker berichtete Schmittdiel von der Beiratstagung des HTTV. Zukünftig können Seniorenspieler/innen für die Bezirksmeisterschaften freigestellt werden, wenn bei Kreismeisterschaften, wie in Marburg-Biedenkopf, keine Senioren-Spielklassen angeboten werden. Eine Doppelspielberechtigung für ausländische Spieler sei nur noch bis zur Regionalliga möglich. Der HTTV-Beirat machte zudem den Weg frei für Spielgemeinschaften ab der Saison 2027/2028 sowohl im Erwachsenen als auch im Nachwuchsspielbetrieb. „Dies wurde jahrelang immer abgelehnt, halte ich jedoch für eine sinnvolle Regelung“, erklärte Kreiswart Schmittdiel. Zukünftig sieht die Wettspielordnung die Möglichkeit vor, dass bei Entscheidungsspielen, beispielsweise in der Relegation oder um die Meisterschaft, das Spiel nach Erreichen des Siegpunktes abgebrochen werden kann.
Zur neuen Saison, die traditionell mit den Kreiseinzelmeisterschaften (KEM) am ersten Septemberwochenende beginnen, gehen 178 Mannschaften im Erwachsenen- und Nachwuchsbereich aus 39 Vereinen an den Start. Der KZV Wenkbach musste sich aus dem Spielbetrieb leider zurückziehen. Die KEM werden vom TTC Ginseldorf auf dem Richtsberg ausgerichtet. Die Kreispokalendrunde richtet der TTV Angelburg im Februar in Dautphetal aus. Der TTC Ginseldorf ist am 08./09. Mai 2027 ebenfalls Gastgeber für die Bezirks-Relegationsspiele. Mit dem TV Cölbe und dem 1. TTC Bürgeln richten ebenfalls zwei heimische Vereine die Bezirkspokalendrunde des Nachwuchses im nächsten Jahr aus. Der Kreistag 2027 findet am 18.6. beim VfL Neustadt statt. Für die KEM 2027 konnte der FV Breidenbach als Ausrichter gefunden werden.