Marburg: Bei den diesjährigen TT-Kreiseinzelmeisterschaften des Nachwuchses, die
zeitgleich mit den Erwachsenen ausgetragen wurden, nutzten am ersten
Septemberwochenende die Sportler die Möglichkeit sich bei sommerlichen Temperaturen für
die aktuelle Saison „warm“ zu spielen. Dabei konnte lediglich Kati Acker (TTV Angelburg)
ihren Titel aus dem vergangenen Jahr bei den Mädchen 19 verteidigen. Der Ausrichter TTC
Ginseldorf und der veranstaltende Kreisvorstand um Jugendwart Paul Schunk konnten mit
den Teilnehmerzahlen nicht wirklich zufrieden sein. So fanden nur 71 Spielerinnen und
Spieler den Weg auf den Richtsberg. Im vergangenen Jahr waren es noch 90 Teilnehmer
gewesen, in 2024 sogar 106. „Die Beteiligung ließ zu wünschen übrig“, so Schunk. Erfreulich
war das Engagement des TTC Weidenhausen, der mit insgesamt 16 Nachwuchsspielerinnen
und -spielern am Start war und damit die mit Abstand meisten Teilnehmer stellte.
Den Titel bei den jüngsten Teilnehmern (Jugend 11) sicherte sich unter den 10 Teilnehmern,
darunter drei Mädchen, der große Favorit Ole Moog (TTC Dautphetal). Ole, der es im August
bis zur Hessischen Rangliste geschafft hatte, gab in allen sechs Einzeln keinen einzigen Satz
ab und setzte sich auch im Finale gegen Noah Straube (TSV Marbach) klar durch. Die Plätze
drei und vier gingen an Matteo Martin und Finn Schultheis (beide TTV Stadtallendorf). Die
Dominanz des jungen Dautphetalers wurde auch im Doppel deutlich. Zusammen mit Simon
Weide (TV Sterzhausen) gewann Ole seinen zweiten Titel klar in drei Sätzen gegen das
Stadtallendorfer Duo Matteo und Finn. Anna-Lena Bonacker (TTC Anzefahr) setzte sich bei
den Mädchen gegen ihre beiden Vereinskameradinnen Emilia Till und Leonie Falcker durch.
Mangels Teilnehmerinnen spielten auch in der Altersklasse 13 und 15 die Mädchen bei den
Jungen mit. Levi Straube (TSV Marbach) war bei den 13-Jährigen eine Klasse für sich und
gab ab dem Viertelfinale keinen Satz ab. Auch Finalgegner Theo Park (TTC Sichertshausen)
musste nach drei Sätzen gratulieren. Bronze gewann Ole Moog im kleinen Hinterland-Finale
gegen Filip Bordroza (FV Breidenbach). Antonia Burkard gewann als Fünftplatzierte die
Mädchen-Konkurrenz. Im Doppelendspiel gaben die Marbacher Levi und Noah Straube
gegen Ole / Theo zwar den ersten Satz mit 8:11 ab, danach gingen aber alle drei Durchgänge
in die Marbach.
Bei den 15-Jährigen dominierte der große Favorit Nils Küblbeck (TTV Stadtallendorf). Nach
dem souveränen ersten Platz in der Vorrundengruppe, gewann der Stadtallendorfer auch alle
drei Spiele in der KO-Runde glatt mit 3:0. Maximilian Lück (TTV Stadtallendorf) belegte den
zweiten Platz vor Hanen Shwihneh (TTC Anzefahr), die Felix Landmann (TTC
Weidenhausen) in einem dramatischen kleinen Finale nach 0:2-Rückstand mit 12:10 im
fünften Satz bezwingen konnte. Auch der Doppeltitel ging an das Stadtallendorfer Doppel
Lück / Küblbeck, die das Großseelheimer Duo Bennet Stei / Alessio Forgione glatt in drei
Sätzen bezwangen.
Für Küblbeck waren es da bereits die Titel Nummer drei und vier, denn auch am Samstag war
der TTVer nicht zu schlagen. In Abwesenheit des freigestellten Vorjahressiegers Lukas Jung
(TTC Anzefahr) setzte sich der Stadtallendorfer auch bei den ältesten Spielern souverän
durch. Anzefahrs Neuzugang im Jugendbereich Nick Littauer überraschte als
Vizekreismeister. Besonders der 3:1-Erfolg im Halbfinale gegen Noah Neufeld (TTV
Stadtallendorf) war so nicht erwartet worden. Platz drei belegte im Stadtallendorfer Derby
Neufeld vor Ben Dauzenroth, der zusammen mit Küblbeck sich den Doppeltitel holte. Das
TTV-Doppel gewann mit 3:1 gegen Neufeld und Leonard Seiler (TTV Großseelheim).
Kati Acker (TTV Angelburg) verteidigte ihren Titel in der ältesten Mädchen-Spielklasse. Im
direkten Duell benötigte die Sterzhäuserin jedoch einen hauchdünnen 15:13-Erfolg im
Entscheidungssatz gegen Maren Spielvogel (TTC Anzefahr). Bronze gewann Madita
Weidemüller (TSV Niederweimar) mit insgesamt drei Siegen vor Burbuqe Gjukai (TTV
Stadtallendorf).
Die Platzierungen im Überblick:
Jugend 11: 1. Ole Moog, 2. Noah Straube, 3. Matteo Martin
Doppel: 1. Ole Moog / Simon Weide, 2. Matteo Martin / Finn Schultheis
Mädchen 11: 1. Anna-Lena Bonacker, 2. Emilia Till, 3. Leonie Falcker
Jugend 13: 1. Levi Straube, 2. Theo Park, 3. Ole Moog
Doppel: 1. Levi Straube / Noah Straube, 2. Ole Moog / Theo Park
Jugend 15: 1. Nils Küblbeck, 2. Maximilian Lück, 3. Hanen Shwihneh
Doppel: 1. Maximilian Lück / Nils Küblbeck, 2. Bennet Stei / Alessio Forgione
Jugend 19: 1. Nils Küblbeck, 2. Nick Littauer, 3. Noah Neufeld
Doppel: 1. Ben Dauzenroth / Nils Küblbeck, 2. Leonard Seiler / Noah Neufeld
Mädchen 19: 1. Kati Acker, 2. Maren Spielvogel, 3. Madita Weidemüller